Blog Industry Entdecken

Zweite Welle? Wieso Unternehmen jetzt eine besonders hohe soziale Verantwortung haben

Die Uni­ver­si­tät Oxford sieht Deutsch­land und die Schweiz auf eine zwei­te Wel­le zusteu­ern. Neu­es­te Fäl­le zei­gen: Wie Unter­neh­men ihre Mit­ar­bei­ter schüt­zen, könn­te das Züng­lein an der Waa­ge sein. Ihre sozia­le Ver­ant­wor­tung ist so groß wie nie.

Blog Safe Zone Impact Series Social Impact gruen
MunichJuli 03, 2020

Jeder zwei­te Deut­sche fürch­tet sich der­zeit vor einer zwei­ten Infek­ti­ons­wel­le. Dies brach­te die jüngs­te Umfra­ge der Infra­test dimap im Auf­trag des ARD-Deutsch­land­trend zuta­ge. Eben­so wur­de ermit­telt, dass sich neue Ver­hal­tens­for­men in der Gesell­schaft her­aus­bil­de­ten. 88 % der Deut­schen neh­men etwa einen grö­ße­ren Abstand zu Mit­men­schen ein und 85 % mei­den grö­ße­re Menschenansammlungen.

Im Pri­va­ten, wo Men­schen frei über ihre Mobi­li­tät ent­schei­den kön­nen, sind die­se neu­en Ver­hal­tens­for­men bzw. Schutz­maß­nah­men rela­tiv leicht umsetz­bar. Anders sieht es hin­ge­gen im Arbeits­um­feld aus. Dabei sind Arbeits­stel­len die der­zeit größ­ten poten­ti­el­len Hot Spots.

Das Virus schafft neue Ungerechtigkeiten

Das Coro­na­vi­rus ver­stärkt nicht nur sozia­le Unter­schie­de in der Gesell­schaft, es teilt auch Arbeit­neh­mer in zwei Gruppen:

  • Wissensarbeiter*innen” oder Digitalarbeiter*innen”, die im Home Office arbei­ten und selbst­be­stimmt, frei und ver­meint­lich sicher ihren Berufs­all­tag bestreiten
  • Offline-Arbeiter*innen”, die täg­lich einen Arbeits­weg antre­ten und in ihrem Unter­neh­men arbei­ten müs­sen — fremd­be­stimmt und von den Schutz­maß­nah­men ihres Arbeit­ge­bers abhängig

Die Angst vor wirt­schaft­li­chen Schä­den ist grö­ßer als vor gesundheitlichen

Mit­ar­bei­ter wis­sen, dass ihre Arbeit­ge­ber weder ein Infek­ti­ons­ri­si­ko voll­ends aus­schlie­ßen, noch den Betrieb län­ger aus­set­zen kön­nen. Hen­ning Goe­rsch, Pro­fes­sor für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­ma­nage­ment und ver­ant­wort­lich für den Stu­di­en­gang Manage­ment in der Gefah­ren­ab­wehr, unter­sucht seit Beginn der Coro­na­kri­se deren sozia­le Fol­gen. Sei­ne Erkennt­nis: Die wirt­schaft­li­che Exis­tenz­be­dro­hung fürch­ten die Men­schen mehr als die gesundheitliche.

Dass Mit­ar­bei­ter, die nicht ins Home Office wech­seln kön­nen, sich jeden Tag dem Drang per­sön­li­cher Ver­hal­tens­wei­sen wider­set­zen und sich in für sie kaum kon­trol­lier­ba­re Situa­tio­nen bege­ben, ist daher zwar ein Ver­trau­ens­be­weis für den Arbeit­ge­ber — aber zugleich einer der von der Angst vor dem Job­ver­lust getrie­ben ist.

Unter­neh­men sind in der Pflicht

Wie die jüngs­ten hohen Infek­ti­ons­zah­len in Fleisch­be­trie­ben zei­gen, sind Unter­neh­men nicht nur gegen­über ihren Mit­ar­bei­tern in der Pflicht. Ein aktu­el­les Bei­spiel: Im Fall eines Schlacht­be­triebs in der Regi­on Güters­loh kam es nicht nur zu weit über 1.000 infi­zier­ten Mit­ar­bei­tern. Der gan­ze Land­kreis war durch den Fall betroffen.

Infi­zier­te Kin­der, geschlos­se­ne Kitas, ein erneu­ter Lock­down und Rei­se­be­schrän­kun­gen für eine gan­ze Regi­on waren ein Teil der Fol­gen. Ähn­lich wie Ischgl, wird auf­grund eines Unter­neh­mens plötz­lich auch Güters­loh als Hot Spot genannt und stigmatisiert.

Sind Unter­neh­men für einen lau­fen­den Betrieb auf die phy­si­sche Anwe­sen­heit von ihren Mit­ar­bei­tern ange­wie­sen, geht es nicht mehr nur um das Unter­neh­men, son­dern um das gesam­te sozia­le Netz­werk, das es umgibt.

Social-Impact_Detail

Die Gefahr ist nicht gesun­ken, sie hat sich auf Unter­neh­men konzentriert

Zwar sin­ken die Infek­ti­ons­zah­len in Euro­pa oder ver­har­ren zwar auf nied­ri­gem Niveau, doch eine neue Ana­ly­se der Uni­ver­si­tät Oxford kam zu dem Ergeb­nis, dass min­des­tens zehn Län­der auf eine zwei­te Coro­na-Wel­le zusteu­ern. Dar­un­ter Deutsch­land und die Schweiz. 

Groß­ver­an­stal­tun­gen — im März und April die euro­päi­schen Hot Spots der Infek­ti­ons­wel­le — blei­ben ver­bo­ten. Und auch pri­va­te Zusam­men­künf­te in Grup­pen wer­den wei­ter­hin best­mög­lich von Behör­den und/​oder ver­ant­wor­tungs­vol­len Bür­gern verhindert. 

In der Wirt­schaft hin­ge­gen rol­len die Betrie­ben immer mehr stär­ker an — und damit steigt auch wie­der die täg­li­che Anzahl an infek­ti­ons­kri­ti­schen Begegnungen. 

Sind Unter­neh­men die der­zeit größ­ten Gefahrenstellen?

Mit­ar­bei­ter, Part­ner, Kun­den — und eben auch gan­ze Regio­nen — wis­sen, dass Betrie­be ihre Arbeit auf­neh­men müs­sen. Sie wis­sen, dass nicht jede Arbeit aus dem Home Office ver­rich­tet wer­den kann. Aber sie wis­sen auch, dass die Infek­ti­ons­ge­fahr unver­än­dert besteht.

Unter­neh­men sind plötz­lich zum Züng­lein an der Waa­ge” gewor­den. In kei­nem All­tags­um­feld ist die Gesell­schaft häu­fi­ger sozia­len Kon­takt­punk­ten aus­ge­setzt und in kei­ner Umge­bung ist ihre eige­ne Gesund­heit mehr von den Schutz­maß­nah­men abhän­gig, die ande­re für sie getrof­fen haben.

Der Fall in einem deut­schen Schlacht­be­trieb zeig­te es beson­ders gra­vie­rend: Noch im März und April fuhr besag­te Fir­ma Rekord­um­sät­ze ein, dann brach­te sie ihre Bran­che in Ver­ruf und ihre Regi­on in Gefahr. Das Ver­trau­en der Gesell­schaft in die Unter­neh­men ist zwar hoch. Die Erwar­tungs­hal­tung nach über vier Mona­ten Coro­na­kri­se jedoch noch höher.

Hygie­ne­re­geln, Hin­wei­se und Abwar­ten sind nicht mehr aus­rei­chend

Das Ifo-Insti­tut rech­net damit, dass sich die Wirt­schaft 2021 aus dem Coro­na-Tal zie­hen wird. Grund­la­ge der Pro­gno­se ist jedoch, dass kei­ne neu­en sprung­haf­ten Infek­ti­ons­zah­len auf­kom­men. Für die ein­gangs erwähn­ten Men­schen, wel­che die wirt­schaft­li­chen Fol­gen mehr fürch­ten als die gesund­heit­li­chen, ist dies eine moti­vie­ren­de Nachricht. 

Aber nur, wenn auch ihr Unter­neh­men es schafft, Offline-Mitarbeiter*innen” min­des­tens so gut zu schüt­zen wie die­se es selbst im Pri­va­ten tun kön­nen. Das bedeutet:

  • Freie Mobi­li­tät mit jeder­zeit aus­rei­chend Abstand zu Kollegen 
  • Sozia­le Inter­ak­tio­nen, aber mit unkri­ti­schen Kontaktintensitäten 
  • Sofor­ti­ge, ein­deu­ti­ge Nach­ver­fol­gung von Infektionsketten 

Wo die Corona App auf­hört, über­nimmt KIN­EXON Safe­Zo­ne

Wäh­rend Mit­ar­bei­ter im Pri­va­ten ihre Sicher­heit selbst in die Hand neh­men kön­nen, indem sie Abstand ein­for­dern, Kon­tak­te mei­den oder mit der Coro­na App Infek­ti­ons­ket­ten nach­voll­zieh­ba­rer machen, erwar­ten sie glei­ches von ihrem Arbeit­ge­ber. Idea­ler­wei­se prä­zi­ser und zuverlässiger. 

Mit unse­rer Inno­va­ti­on KIN­EXON Safe­Zo­ne wol­len wir daher Unter­neh­men genau dabei unter­stüt­zen. Mit­ar­bei­ter müs­sen Kol­le­gen nicht unan­ge­nehm auf­for­dern, Abstand ein­zu­hal­ten – unser Saf­eTag über­nimmt dies mit einem Warn­si­gnal. Auch die Unge­wiss­heit, ob ein unver­meid­ba­rer Per­so­nen­kon­takt zu nah, zu lang oder zu fron­tal war, lässt sich mit Safe­Zo­ne zuver­läs­sig klären. 

Und im Worst Case, einem Infek­ti­ons­fall im Unter­neh­men, las­sen sich kri­ti­sche Kon­tak­te her­aus­fil­tern und betrof­fe­ne Kol­le­gen sofort über Gefah­ren auf­klä­ren — ohne auf deren Daten oder Devices zuzu­grei­fen. Wie das geht, erfah­ren Sie hier.

KIN­EXON Safe­Zo­ne kennenlernen

200716 KINEXON In The Safe Zone Banner Blog 2

Lesen Sie auch die­se wei­te­ren Arti­kel aus unse­rer Impact Series”


Auch bald verfügbar:

  • Teil 4: Stress and Anxiety
  • Teil 5: Legal Issues

Mehr Beiträge

KINEXON SafeZone Datenschutz Blog
Datenschutz: 3 Beispiele, warum Contact Tracing sicherer ist als sein Ruf

Geht es um stra­te­gi­sche Kon­takt­er­fol­gung (Con­ta­ct Tra­cing), führt kein Weg um eine Dis­kus­si­on zum The­ma Daten­schutz vor­bei. Drei Vor­ur­tei­le fal­len dabei beson­ders häu­fig. Wir klä­ren auf.

Blog-Artikel Kontaktverfolgung - Fragen und Antworten
Contact Tracing: Häufige Fragen kurz beantwortet

Im Kampf gegen COVID-19 wer­den digi­ta­le Lösun­gen zum Con­ta­ct Tra­cing immer wich­ti­ger. Wir haben die häu­figs­ten Fra­gen gesam­melt und beantwortet.

Zweite welle 2
„Cluster“-Strategie gegen zweite Welle? Unternehmen könnten dem Experten-Rat leicht folgen

Wirt­schaft­lich betrach­tet, könn­te eine zwei­te Coro­na-Infek­ti­ons­wel­le noch schlim­mer wer­den als die ers­te. Und auch die Umstän­de haben sich geän­dert. In einem Gast­bei­trag in der Zeit“ rät Viro­lo­ge Chris­ti­an Dros­ten daher zu einer neu­en Clus­ter-Stra­te­gie“. Für Pri­vat­per­so­nen auf­wän­dig, für Unter­neh­men jedoch eigent­lich ein­fach umsetzbar.

Blog KINEXON SafeZone Impact Blog Serie - Rechtlicher Impact
Rechtliche Auswirkungen von COVID-19: "Man sollte den Worst Case durchdenken”

Zum Abschluss unse­rer Impact-Serie wer­fen wir einen Blick auf einen schwer durch­schau­ba­ren und den ver­mut­lich kom­ple­xes­ten Bereich: die recht­li­chen Gefah­ren für Unter­neh­men auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie. Wir baten Fach­an­walt Dr. Chris­ti­an Her­bert um Orientierungshilfe.

200716 Blog Safe Zone Impact Series 04 Blog DE
Corona Anxiety: 5 Tipps, wie sich Mitarbeiter mit KINEXON SafeZone sicherer fühlen

The­re is no health without men­tal health”, schrieb UN-Gene­ral­se­kre­tär Anto­nio Guter­res in einem Gast­bei­trag in der TIMES. Sei­ne kla­re Bot­schaft: Die Coro­na­kri­se ist zwar in ers­ter Linie eine Bedro­hung für unse­re phy­si­sche Gesund­heit. Sie ist aber eben­so eine immense Gefahr für unse­re Psy­che. Wie kann KIN­EXON Safe­Zo­ne hier­bei helfen? 

Blog Safe Zone Impact Series Business Impact rot
Wer Mitarbeiterschutz nicht priorisiert, setzt seine Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel

Es ist ein natür­li­cher Reflex, dass Unter­neh­men in Kri­sen­zei­ten auf Umsät­ze sowie finan­zi­el­le Risi­ken bli­cken und Kos­ten ein­spa­ren wo immer mög­lich. Doch Schutz­maß­nah­men bie­ten kein Einsparpotential. 

200606 Blog Safe Zone Impact Series 01 Blog DE V2
So rettet KINEXON SafeZone durch den Schutz von Mitarbeitern bares Geld

Ein Mit­ar­bei­ter, der mit COVID-19 infi­ziert ist, kann zu einem voll­stän­di­gen Still­stand des Betriebs füh­ren. Der finan­zi­el­le Scha­den kann bereits nach 10 Arbeits­ta­gen in die Mil­lio­nen gehen. Die­ses Rechen­bei­spiel zeigt, wie wich­tig effi­zi­en­te Schutz­maß­nah­men sind — für die Gesund­heit der Mit­ar­bei­ter und das Unter­neh­men zugleich.

200609 KNX Blog Back in Sports Business
Wie KINEXON-Technologie zum Restart im Profisport beiträgt

Nach­dem die Fuß­ball-Bun­des­li­ga am 16. Mai 2020 als welt­weit ers­te Top-Liga wäh­rend der Coro­na­kri­se den Spiel­be­trieb wie­der auf­nahm, zog am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de die höchs­te deut­sche Bas­ket­ball-Liga nach. Auch sie ist die ers­te ihrer Art, die den Restart“ wagt. KIN­EXON-Tech­no­lo­gie kommt in bei­den zum Ein­satz und lässt erah­nen, was noch mög­lich ist.

200602 Blog Safe Zone UW Bvs App
Die Corona App für Betriebe

Mar­tin Lawitz­ky ist als Head Of Pro­duct Manage­ment bei KIN­EXON mit sei­nem Team an der Ent­wick­lung von KIN­EXON Safe­Zo­ne betei­ligt. Geht es um den Schutz von Per­so­nen vor COVID-19, sieht er Unter­neh­men in einer guten Posi­ti­on. Ein Tech­no­lo­gie-Ver­gleich zwi­schen Blue­tooth und UWB im Schnell­durch­lauf erläu­tert sei­nen Gedanken. 

KINEXON Sports Webinare EU iBall vor Stadion
3 Punkte, die Trainer über Ball-Tracking im Profi-Fußball wissen müssen

Lesen Sie hier die drei wich­tigs­ten Lear­nings aus unse­rer Webi­nar Serie zum The­ma Spie­ler- und Ball Tracking – Wie tak­ti­sche Aus­wer­tun­gen das Fuß­ball Coa­ching ver­än­dern werden.

What to do with the Data8
So geht es: Datennutzung in 3 Learnings zusammengefasst

Die Webi­na­re von KIN­EXON Sports zum The­ma Daten­nut­zung im Sport sind vor­bei. Hier gibt es die drei wich­tigs­ten Lear­nings zum Nachlesen. 

Thumbnail 200414 US Sports Webinar Load Management Joel Embiid Blog
Load Management: Das sind die 3 wichtigsten Learnings

Die Webi­na­re von KIN­EXON Sports zum The­ma Load Manage­ment sind vor­bei. Wir haben die wich­tigs­ten Lear­nings zum Nach­le­sen zusammengefasst. 

Startupsagainstcorona keyvisual
COVID-19: Kräfte bündeln gegen Corona

In Kri­sen-Zei­ten wie die­sen ist vor allem eines wich­tig: der Zusam­men­halt zwi­schen Men­schen – und in die­sem Zuge auch Unter­neh­men. Denn nur gemein­sam wer­den wir die Her­aus­for­de­run­gen erfolg­reich meis­tern. Das erkann­te auch das Ven­ture-Cli­ent-Unter­­neh­­men 27pilots und star­te­te eine Initia­ti­ve. Wir als KIN­EXON sind mit dabei und hel­fen, Mit­ar­bei­ter zu schüt­zen und Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se auf­recht zu erhalten!

Kinexon mitarbeiterschutz4 0
Social Distancing meets RTLS: So kreativ schützt unser Kunde ASM seine Mitarbeiter vor Corona

In die­sen Tagen tun posi­ti­ve Nach­rich­ten beson­ders gut. Eine kam von unse­rem Kun­den ASM. Und sie mach­te uns Hoff­nung für die nächs­ten Monate.

Kinexon blog dieter krockauer materialflow
Smart-Factory-Strategie mit schnellem Payback? Nur, wenn man diese Punkte nicht vergisst!

Unser Vice Pre­si­dent Digi­tal Trans­for­ma­ti­on kennt die Her­aus­for­de­run­gen der Indus­trie. In sei­nem Blog­ar­ti­kel gibt Die­ter Krockau­er drei ein­fa­che, aber weit­rei­chen­de Empfehlungen.