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Kontextbezogene Leistungsanalyse - Eindrücke von der NABC Convention 2017

Bei der NABC Con­ven­ti­on 2017 in Phoe­nix, Ari­zo­na, stand das all­jähr­lich Tref­fen der US Col­le­ge Bas­ket­ball Trai­ner an.

MunichApr. 20, 2017

Phoe­nix, Ari­zo­na — Wäh­rend im Rah­men der NCAA Final Four bes­ter Col­le­ge-Bas­ket­ball ver­folgt wur­de, konn­ten gleich­zei­tig neue, inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gien erkun­det wer­den, die es mög­lich machen sol­len, die die nächs­te Sai­son noch erfol­gei­cher gestal­ten zu kön­nen. Hier bot sich KIN­EXON die Mög­lich­keit, sei­ne hoch­mo­der­ne Bas­ket­ball­tracking- und Ana­ly­se­platt­form in der NABC-Aus­stel­lungs­hal­le und bei zwei Live-Demons­tra­tio­nen zu prä­sen­tie­ren — eine in der brand­neu­en Trai­nings­ein­rich­tung der Grand Can­yon Uni­ver­si­ty, die zwei­te beim Coa­ches Run der Ari­zo­na Sta­te Prep University.

Im Zuge der Vor­füh­run­gen konn­ten sich die Trai­ner von den Vor­zü­gen der KIN­EXON-Bas­ket­ball-Lösung über­zeu­gen las­sen. Hier­bei stand es ihnen offen, Pro­be­läu­fe nur zu beob­ach­ten oder die Lösung gar selbst aus­zu­pro­bie­ren, um veschie­dens­te Leis­tungs­pa­ra­me­ter zu ver­folg­ten: maxi­ma­le Geschwin­dig­keit bei einem Sprint über den gesam­ten Platz, Anzahl der Beschleu­ni­gun­gen wäh­rend eines 10-minü­ti­gen Drill, die Sprung­hö­he bei einem Block­ver­such oder Herz­fre­quenz­schwan­kun­gen wäh­rend des Trai­nings. Das Feed­back war dabei unglaub­lich. Eine Aus­sa­ge eines Kraft- und Kon­di­ti­ons­trai­ners ehr­te uns am meisten:

Das ist die ers­te Bas­ket­ball-Ana­ly­se­platt­form, die wirk­lich alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen über die phy­si­schen Anfor­de­run­gen des Spiels erfasst. Hoch­ge­schwin­dig­keits­läu­fe im Umschalt­spiel, schnel­le Rich­tungs­wech­sel in Offen­si­ve und Defen­si­ve sowie die Belas­tung im Zusam­men­hang mit Sprüngen.”

Ins­ge­samt waren sich die Coa­ches in einem wesent­li­chen Punkt einig: Belas­tung, Fit­ness und Müdig­keit las­sen sich kaum mit einer ein­zi­gen Zahl mes­sen. Heu­te nut­zen zahl­rei­che Trai­ner, die in der Pra­xis Leis­tungs­mes­sun­gen anwen­den, das exter­ne Belas­tungs­dia­gnos­tik-Tool Play­er Load. Dabei han­delt es sich um ein belieb­tes Sta­tis­tik­pro­gramm, das die Belas­tung eines Ath­le­ten anzeigt, indem Beschleu­ni­gun­gen in drei Dimen­sio­nen akku­mu­liert und wie­der nor­ma­li­siert wer­den. Auf­grund der tech­ni­schen Ein­schrän­kun­gen von bis­he­ri­gen Per­for­mance-Tracking-Tech­no­lo­gien war dies ein guter ers­ter Schritt zur Ana­ly­se der kör­per­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit im Pro­fi- oder Hoch­schul­sport. Aller­dings wie­sen die Trai­ner eben­so dar­auf hin, dass Play­er Load als ein­zi­ge Kenn­zif­fer für einen exter­nen Belas­tungs­in­di­ka­tor auf min­des­tens zwei Arten begrenzt ist: (1) Kon­text und (2) Intensität.

  1. Kon­text: Belas­tung wird oft als ein­heit­li­che Metrik behan­delt, wird jedoch nicht aus der Per­spek­ti­ve der Spiel­dy­na­mik her­aus, der Posi­ti­on der Spie­ler oder ein­fach der spe­zi­fi­schen Spiel­si­tua­ti­on betrach­tet. Durch die Ver­wen­dung von Posi­ti­ons­da­ten kön­nen wir auto­ma­tisch erken­nen, wo genau auf dem Platz die hoch­in­ten­si­ven Akti­vi­tä­ten statt­fin­den. Die Belas­tung eines Point Guards vari­iert bei­spiels­wei­se stark im Ver­gleich zu der eines Cen­ters. Wie inten­siv wird im Post, im Umschalt­spiel oder bei der Ver­tei­di­gung des geg­ne­ri­schen Star­spie­lers gespielt? Sind Defen­siv­ak­tio­nen inten­si­ver als Offen­siv­spiel­zü­ge oder umge­kehrt? Die Belas­tungs­da­ten des Spie­lers wer­den dies nicht ver­ra­ten — die Posi­ti­ons­da­ten dage­gen schon. 

  2. Inten­si­tät: Die mit einem Beschleu­ni­gungs­sen­sor gemes­se­ne Spie­leraus­las­tung gibt den Trai­nern einen guten Über­blick über das Akti­vi­täts­ni­veau eines Ath­le­ten. Dar­aus lässt sich jedoch kein Rück­schluss zie­hen, wie der Spie­ler die­se Spiel­erlast erreicht hat. Spie­ler kön­nen (theo­re­tisch) die glei­che Spiel­erlast errei­chen, obwohl sie tat­säch­lich zwei ver­schie­de­ne Last­pro­fi­le vor­wei­sen. Ein Spie­ler könn­te sei­ne Aus­las­tung durch vie­le kur­ze Beschleu­ni­gun­gen errei­chen, wäh­rend ein ande­rer Spie­ler die­sel­be Last durch mehr Pha­sen mit vol­ler Lauf­leis­tung im Umschalt­spiel auf­ge­bracht hat. Daher ist es uner­läss­lich, die Belas­tung der Ath­le­ten wäh­rend einer ein­zel­nen Trai­nings­ein­heit genau­er zu unte­su­chen, z.B. durch die Ana­ly­se von Geschwin­dig­keits­zo­nen, der Inten­si­tät und Län­ge von Beschleu­ni­gun­gen, Sprün­gen, oder der Anzahl der Umschalt­spie­le in vol­ler Geschwindigkeit.


Die kon­text­ba­sier­te Leis­tungs­ana­ly­se auf Grund­la­ge prä­zi­ser Posi­ti­ons- und Beschleu­ni­gungs­mes­ser­da­ten ermög­licht es den Trai­nern, die exter­ne Trai­nings­be­las­tung dif­fe­ren­zier­ter zu über­wa­chen und zu bewäl­ti­gen — durch genaue­re und detail­lier­te­re Infor­ma­tio­nen über die tat­säch­li­che Spie­ler- und Team­be­las­tung. Dar­über hin­aus muss für ein voll­stän­di­ges Bild der Gesund­heit und Ermü­dung des Spie­lers die exter­ne Belas­tung im Ver­hält­nis zur inter­nen Belas­tung (z.B. RPE, TRIMP, Herz­fre­quenz­va­ria­bi­li­tät) gesetzt wer­den. Bei KIN­EXON stel­len wir den Trai­nern ein Coa­ching-Tool zur Ver­fü­gung, das es ermög­licht, ihre Spie­ler wäh­rend der gesam­ten Sai­son stär­ker, fit­ter und gesün­der zu halten.

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